Rendezvous mit Peters (Henrichsen)über der Zeile hinzugefügt. Netter Mensch, unbedeutend, Spießer, aber wohlwollend und anscheinend sehr anständig. War sehr artig. In Habels Weinstube. Lud mich ein zu Kaviar und Rheinwein. Forschte mich über mein Verhältnis zur Universal-Edition aus. Gab zu erkennen, dass er mich gerne nähme, wenn ich frei wäre. SGelöscht ( überschrieben )Deutete an, dass der Vertrag kündbar ist. (Ich)innerhalb der Zeile hinzugefügt Lehnte indirekt ab, indem ich Herzka (mit Selbstüberwindung) sehr lobte. Geht ja wirklich nicht. Manchmal war er ja ganz nett gegen mich (der Kunstverständige, der Mäcen!) – Henrichsen fragte mich über Mahler, und als ich mich begeistert aussprach, fragte er, „ob er also nicht die Platten einschmelzen lassen solle“. Entsetzlich!! Das ist ja unerhört. Es ist höchste Zeit, dass ich etwas über Mahler schreibe! Das ist wirklich ein furchtbares Schicksal. Ich antwortete ihm: „Um Gottes willen, nur das nicht! Die heutige Jugend betet Mahler an wie einen Gott. Seine Zeit wird in längstens 5-10 Jahren kommen!“Aber da muss man unbedingt eingreifen, ehe es zu spät wird. Hätte ich doch nur die Macht! – Vorher hatte ich mit Closson Probe zu den neuen Klavierstücken. Er wird sie ja ganz gut spielen. Etwas trocken zwar. – Montag abend war ich in dem erwähnten Schirmer-Verlags-Konzert von Busoni. Mahlers Bearbeitung von Bach gehört, die ich dirigieren soll. Klingt sehr gut, bloss Orgel zu stark. Die übrigen Sachen wenig interessant, (Geigenkonzerte) und eine symphonische Sache von sogar unausstehlich. – Mittwoch Abend kam Horwitz. Um Agenten und mich zu besuchen. Also nur wegen des Agenten, denn sonst wäre er zum Konzert gekommen. Der Mensch wird immer unerträglicher.